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Basar 2011 - Erlös Drucken

Den Anderen nicht vergessen

Gymnasium Grotenbach spendet 14800 Euro Basarerlös für soziale Projekte

Anderen Menschen Freude bereiten - dies ist das Ziel des Sozialwerks am Gymnasium Grotenbach Gummersbach seit inzwischen mehr als vierzig Jahren.

In diesem Jahr konnten sogar zur Freude des Basaraausschusses 14800 Euro an soziale Einrichtungen überreicht werden.


Scheckübergabe

700 Euro erhält davon die Fahrradwerkstatt der Jakob-Moreno-Schule in der direkten Nachbarschaft des GGG. Für "Schüler helfen Schülern" stehen 2000 Euro zur Verfügung, mit denen bedürftige Schüler bei Klassenfahrten unterstützt werden können.

Wolfgang Hlusiak von der "Gefährdetenhilfe Scheideweg e.V." aus Hückeswagen berichtete dem Basarausschuss davon, dass mit 1100 Euro jugendlichen Untersuchungshäftlingen und Strafgefangenen durch kleine Geschenkpäckchen das Weihnachtsfest etwas erträglicher gestaltet wurde.

Die Suppenküche "Alte Werkstatt" in Dieringhausen stellte Otto Schiwek vor. Dort werden gerade jetzt im Winter viele Bedürftige mit warmen Mahlzeiten versorgt, zum Teil wird das Essen sogar zu nicht mehr mobilen Menschen gebracht. Zur weiteren Ausstattung der Küche stellt das Sozialwerk des GGG 1000 Euro zur Verfügung.

Von ihrem Engagement in Sarajevo erzählte Nicole Babitsch recht anschaulich. Die Zahl der Kinder, die in diesem Jahr mit orthopädischen Hilfen ausgestattet werden sollen, steigt wohl auf mehr als fünfzig. Inzwischen hat die ehemalige Schülerin des GGG ein kleines Netzwerk aufgebaut, das selbst die steigenden Herausforderungen zum Wohl behinderter Kinder zu meistern scheint. Ihre ehemalige Schule stellt dafür 2000 Euro bereit.

Auch Irmchen Dingerdissen war einst Schülerin am Gummersbacher Mädchengymnasium, aus dem das GGG hervorgegangen ist. Auch sie engagiert sich ehrenamtlich für die Ärmsten. Mit der Organisation KALOS e.V. hilft sie Menschen in Moldawien, dem Armenhaus am Rande Europas. Mit dem im letzten Jahr gespendeten Betrag wurden Armenspeisungen finanziert, vor allem für die vielen Waisen und Sozialweisen in Moldawien, die von ihren Eltern in größter Not zurückgelassen wurden und zum Teil auf der Straße leben. Für diese Kinder ist es nun gelungen, dank eines großzügigen Spenders ein Haus zu kaufen, das als Waisenhaus für die Straßenkinder ausgebaut werden soll. Das Sozialwerk des GGG hilft hierbei mit 3000 Euro.

Brigitte Steinmetz vom "Kinderhilfswerk Sierra Leone e.V." konnte selbst nicht den Scheck entgegennehmen, da sie in Berlin wohnt und gerade in der vergangenen Woche in Gummersbach zu Besuch weilte. Sie hatte dabei auch die Zeit genutzt, in mehreren Klassen und Kursen ihrer alten Schule im Unterricht anschaulich von dem Leben und Lernen der Kinder in Afrika zu berichten und von der Bibliothek, die mit Unterstützung des Gymnasiums Grotenbach gebaut und ausgestattet wurde. Dabei erzählte sie auch davon, dass es in der Nähe der Bibliothek kein Wasser gibt, dass Wasser also von weit entfernt herangebracht werden muss. Daher ist es ihr ein Anliegen, dort einen Brunnen zu bohren, der die Attraktivität der Schule, der Bibliothek und des Lernens noch steigern und den Menschen das Leben erleichtern würde. Den Brunnenbau ermöglicht nun das Sozialwerk des GGG, das die Finanzierung mit 5000 Euro sicher stellt.

Schulleiter Michael Effner und Peter Honisch, Organisator des Basars, dankten nochmals allen am Basar beteiligten Schülern, Lehrern und Eltern für ihren Einsatz und den Vertretern der sozialen Förderprojekte für ihr vorbildliches ehrenamtliches Tun.