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Origami im Mathematikunterricht Drucken

Was haben die Sonnensegel einer Weltraumstation mit der japanischen Faltkunst Origami zu tun?

Origami im MathematikunterrichtFrau Althöfer, deren Sohn Tom das Gymnasium Grotenbach besucht, hat Origami zu ihrem Hobby gemacht und führte die Klasse ihres Sohnes kurz vor den Ferien an die Japanische Tradition heran. Zur Einführung erzählte sie eben von den Sonnensegeln, die nach Origami-Manier gefaltet waren, damit sie sich im Weltall problemlos entfalten lassen (s.u.).

Ebenso wies sie darauf hin, dass in Japan nach ihren Recherchen in der Schule Origami unterrichtet wird. Dass das systematische Falten von Papierquadraten durchaus mit Mathematik zu tun hat, konnten die Schüler an praktischen Beispielen erfahren.

Den bekannten „Kranich“, der in Japan als Symbol des Friedens und der Hoffnung gilt, zeigte sie den Schülern, doch andere Figuren wurden gebastelt. Eine Doppelpyramide zeigte sich als Kreisel geeignet, ein Zettelhalter beruhte auf Rechtecken und Trapezen, und ein Lesezeichen entstand aus reiecksfaltungen, die schließlich wieder im Quadrat endeten.

Außerdem erfuhren die Schüler, das ein „Kontong-Kong“ nichts mit King Kong zu tun hat, sondern eine Figur ist, die den Purzelbaum beherrscht.

Origami im Mathematikunterricht

Schließlich bastelten die Schüler eine Schachtel, die Frau Althöfer mit Popkorn füllte. Nicht nur die süße Beigabe führte dazu, dass die Klasse ihr herzlich dankte – für eine ganz andere Mathematikstunde.

Spiegel online berichtet am 11.08.2004:

„Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA hat zwei Sonnensegel erfolgreich ins All geschossen. Mit derartigen Antrieben sollen künftig Raumschiffe durchs Weltrall reisen.

Science-Fiction-Autoren und Wissenschaftler haben die Reise mit den Segelschiffen des Weltalls schon lange vorhergesehen. Die mit Sonnensegeln bestückt Rakete S-310 ist die erste ihrer Art und bringt die Zukunftsvisionen der Forscher in greifbare Nähe.
Mit dem Sonnensegel, so hoffen die Forscher, brauchen Raumschiffe zukünftig keinen Raketenantrieb mehr. Es besteht aus ultradünner Folie, die das Licht reflektiert. Wenn das Sonnenlicht auf die Flügel fällt, wird das Segel von jedem Licht-Photon ein kleines Stück voran transportiert. Es benötigt nur wenig Energie, um auf eine hohe Geschwindigkeit beschleunigt zu werden, da es im Weltall kaum Reibung gibt, die es abbremsen könnte.
100 Sekunden nach dem Start erreichte S-310 eine Höhe von 122 Kilometern, teilte die japanische Raumfahrtbehörde JAXA mit. Dort entfaltete sich das kleeblattförmige Segel, das abgeworfen wurde, um dann durchs Weltall zu schweben. Das zweite Segel öffnete sich in einer Höhe von 169 Kilometern. Beide Segel verbrannten, als sie kurze Zeit später wieder in die Erdatmosphäre eintraten. Die Rakete stürzte im Pazifik ab, 400 Sekunden nach ihrem Start.
Eine ähnliche Folienkonstruktion haben die Russen schon vor fünf Jahren im Rahmen des "Znamya-Projektes" von der Raumstation Mir ins All gelassen. Damals haben sie die Folie als Spiegel benutzt, um Sonnenlicht vor Tagesbeginn auf die Erde zu werfen. Der japanische Versuch ist aber insofern von Bedeutung, als dass die Forscher getestet haben, wie es möglich ist, eine Folie so zu falten, dass sie in eine Rakete passt und sich erst im Weltraum entfaltet.


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. Februar 2011 um 00:45 Uhr