| Kruidnoten, Marillenringe und Liegnitzer Bomben |
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Adventszeit 2010 am Gymnasium Grotenbach unter europäischem Gedanken eingeläutet Seit mehr als 40 Jahren ist der Samstag vor dem ersten Advent von vielen Gummersbachern reserviert für den Besuch beim Basar des Gymnasiums Grotenbach. So kamen auch in diesem Jahr schätzungsweise 3000 Besucher, um zu sehen, was Schüler, Lehrer und Eltern auf die Beine gestellt hatten, alte Bekannte zu treffen und sich auf den Advent einzustimmen. Die Veränderungen der Schule sprachen die Besucher sofort an: das helle, freundliche Foyer mit dem großen Hauptcafé lud zum Verweilen ein, ebenso die neuen Klassenräume und die zum Lesen verführende Bibliothek. Doch die vielen Stände und Darbietungen, die diesmal unter dem Thema "Weihnachten in Europa" standen, hielten die Gäste in Bewegung. So erfuhren die Besucher des Basars am Stand der 8f, dass "Liegnitzer Bomben" höchstens der Hüfte gefährlich werden können und wie "Marillenringe" und "Kruidknoten" europäische Spezialitäten zu Weihnachten sind - mit den entsprechenden Rezeptsammlungen und Kostproben zum Naschen. Die Klasse 7b hatte Bücher selbst geschrieben und illustriert, in denen von den verschiedenen Weihnachtstraditionen in Europa berichtet wurde. Adventskränze, Christbaumschmuck und weihnachtliche Dekoration aus Mittel- und Nordeuropa waren weitere Mosaiksteine zum europäischen Brauchtum.
"Die Weihnachtsreise" und "Ausgerechnet in Gummersbach" setzten sich in Theaterstücken - selbst verfasst - mit dem Weihnachtsfest auseinander, während die Klasse 5a in deutschen und englischen Gedichten Bezüge zum Fest herstellten. Musikalisch gaben die Bläser um Werner Hannemann sowie der Chor von Alexander Warnke und der vokalpraktische Kurs und das Orchester von Marianne Orendi dem Basar einen festlichen Rahmen. Erstmals gab es am Gymnasium Grotenbach einen Skibasar, durch den die Schüler, die im Januar nach Saalbach-Hinterglemm fahren, Skizubehör von älteren Schülern preisgünstig erwerben konnten - eine Aktion, von der beiden Seiten einen Nutzen haben. Bratwurst und Hotdogs, Folienkartoffeln und Sandwiches, Döner und Salate brachten pikante Noten in den Speiseplan, während das vor allem von Eltern der Fünftklässler gestiftete Kuchenbüffet keine süßen Wünsche offen ließ. Frische Waffeln, Crèpes und "Willis Puffertsplätzchen" rundeten das süße Angebot ab. Letztere wurden wieder - seit nunmehr bestimmt zwanzig Jahren - von Willi Schrahe, dem mittlerweile achtzigjährigen ehemaligen Schulleiter des Gymnasiums Grotenbach, persönlich frisch zubereitet. So war es kein Wunder, dass man sich geduldig in eine Schlange einreihen musste, wollte man in den köstlichen Genuss kommen.
Doch wurde niemandem langweilig, denn wie überall kam man schnell ins Gespräch oder traf alte Bekannte. Selbst Bürgermeister Frank Helmenstein nutzte - wie jedes Jahr - die Gelegenheit festzustellen, was sich an der Schule verändert hat, im Ehemaligencafé frühere Mitschüler und "alte Lehrer" zu treffen und vielen jungen Schülern und Lehrern zu begegnen. Die Besucher des Hauptcafés zeigten sich begeistert von dem riesigen Angebot an leckeren Kuchen, aber auch von den Schülerinnen und Schülern, die freundlich und zuvorkommend bedienten.
Dicht umlagert war wieder die Tombola, die mit über tausend attraktiven Preisen die Käufer von Losen anlockte. Mit über 3000 Euro hatte die Tombola wieder einen großen Anteil am großartigen Endergebnis von 13600 Euro.
Diese Summe konnte nur erzielt werden durch viele Sponsoren und das große Engagement von zahlreichen Eltern, die nicht nur Waffelteig gerührt und Kuchen gebacken haben, sondern auch das Foyer geschmückt, Adventskränze gebunden, Dekorationen genäht und Rezepthefte gedruckt und vor allem bei den jüngeren Schülern die Lehrerinnen unterstützt haben, wenn sie mit ihren Klassen für den Basar gewerkelt oder gebastelt haben. Letztendlich haben Schüler, Lehrer, Eltern und Förderer des Gymnasiums Grotenbach wieder ihr Ziel erreicht, gemeinsam an einem Strang zu ziehen für den guten Zweck: den Geist der Weihnacht umzusetzen in soziales Handeln. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. Februar 2011 um 20:48 Uhr |




