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Weihnachten in Deutschland Drucken

Der Alltägliche Weihnachtsstress und die anderen schönen Dinge

Überall war Weihnachtsstimmung, so auch zuhause bei der 6-jährigen Clara in Deutschland… Diese konnte vor Erwartung an die nächsten Tage schon gar nicht mehr still am Tisch sitzen. Ihre Eltern waren verzweifelt, weil sie überhaupt nicht schlafen wollte und immer wieder fragte "Wann ist denn endlich Weihnachten?" Sie öffnete ihren Adventskalender und sah noch 7 verschlossene Fenster, heute Morgen hat sie die vorletzte Kerze auf dem Adventskranz angezündet und dabei 'Oh du Fröhliche' gesungen. Die Luft roch nach Plätzchen, warmer, Milch und Spekulatius…Clara liebte diesen Geruch; er erinnerte sie immer an ihren Teddybären, weil er vor ein paar Jahren mal in den Keksteig gefallen war und seitdem den Geruch behalten hat.

Heute wollte ihre Mutter Plätzchen backen, sie in der Nachbarschaft verteilen und Weihnachtskarten verschicken. Alles Dinge, die man zu Weihnachten so macht. Sie freute sich jetzt schon riesig auf den Weihnachtsmann und die Rentiere, denn sie hatte sich fest vorgenommen, auf das Dach zu klettern und sie zu sehen.

Jetzt war schon eine Woche vergangen und Clara konnte gar nicht fassen, wie schnell das vergangen war, denn vor ein paar Tagen war sie noch so aufgeregt. Heute war auch ein besonderer Tag, denn ihr Papa und sie wollten in den Wald gehen und einen Weihnachtsbaum holen. Doch vorher wollten sie noch in die Stadt fahren und Geschenke besorgen. Für ihre Mama hatte sie auch schon ein Bild gemacht mit ganz vielen Weihnachtsmännern mit Bärten aus Wolle und dicken Bäuchen.

Jetzt saß sie im Auto und fuhr in die Stadtmitte von Berlin. Es war fürchterlicher Verkehr auf den Straßen, denn alle Leute waren unterwegs um die letzten Besorgungen zu machen. Doch schließlich ergatterten sie doch noch einen Parkplatz in der hinteren Ecke des Parkhauses von Galeria Kaufhof. Drinnen war es schön warm, und es roch nach Badezusatz, Plätzchen und anderen Dingen. Als erstes gingen sie in die Buchhandlung, denn Mama hatte sich von Papa ein Buch gewünscht. Clara entdeckte ein farbenfrohes Bilderbuch und setzte sich damit auf einen Sessel und blätterte es durch. Dort waren wunderschöne Bilder von Sternen, Blumen und Fabeltieren zu sehen. Als sie wieder aufsah um sich nach ihrem Papa umzuschauen, konnte sie ihn nicht entdecken. Ihr Herz fing an zu rasen und ihre Handflächen an zu schwitzen. Sie sprang vom Sessel, wobei sie das Buch vom Schoß stieß und es zu Boden fiel. Doch da stand ihr Papa hinter einem Regal und sie atmete erleichtert auf. Dann fragte er "Sollen wir nach Hause, ich hab alles?" Also gingen sie nach Hause.

Auf dem Weg kamen sie an einem kleinen Waldstück vorbei und gingen hinein und besorgten noch schnell einen Weihnachtsbaum. Er war etwas klein, aber sonst wunderschön: ein sattes Grün, viele Nadeln und einen dünnen Stamm. Mit dem Baum auf dem Dach fuhren sie nach Hause. Zuhause angekommen, kochte Claras Mama schon das Weihnachtsessen; gleich würden sie in die Abendkirche fahren.
Vorher schmückt Clara noch den Weihnachtsbaum mit Süßigkeiten, Weihnachtskugeln, Lametta und Kerzen. Clara machte sich hübsch und so gingen sie allesamt in den Gottesdienst. Es wurden viele Weihnachtslieder gesungen.

Als sie wieder nach Hause kamen, aßen sie. Es war köstlich, fand Clara. So fein aßen sie nur an Weihnachten. Sie verputzte alles ganz schnell, weil sie ja wusste, dass es danach Geschenke geben würde. Mama sagte, sie solle jetzt hoch auf ihr Zimmer gehen, weil der Weihnachtsmann nicht gesehen werden wollte. Clara rannte hoch und überlegte, wie sie am besten aufs Dach kommen sollte, schließlich wollte sie ja die Rentiere sehen, vielleicht war Rudolf ja auch dabei. Sie hatte schon viel von ihm gehört. Clara beschloss, erst auf den Speicher rauf zu gehen; dort war ein kleines Dachfenster, wo sie raus konnte. Das machte sie auch.

Sie wartete und wartete vergeblich. Die Straßen waren menschenleer, es war schon dunkel und sie bekam Angst. Ihre Hände und Füße waren durchgefroren und sie wollte wieder in das gemütliche Haus. Doch auf einmal kam ein Windstoß und das Fenster knallte laut zu. Sie fing an zu weinen und rief so laut sie nur konnte ihre Mama. Ein paar Sekunden später war sie auch schon da und sagte: "Süße, was machst du denn hier oben?" Clara hatte sich inzwischen wieder beruhigt "Ich wollte den Weihnachtmann und die Rentiere sehn!"
Ihre Mama sagte, dass er schon da gewesen wäre und klettert zu Clara aufs Dach. " Mach das bitte nie wieder, du hast mir ein Riesenschreck eingejagt." Clara wollte es auch nicht mehr, sie schaute in den Sternenhimmel und rief :" Mama, Mama, sieh mal eine Sternschnuppe!" Ihre Mutter lachte "Schnell, du darfst dir was wünschen." Das tat Clara.

Als sie wieder unten im Wohnzimmer waren, wartete Papa schon ungeduldig. Unter den Weihnachtsbaum lag ein Haufen Geschenke. Groß und bunt verpackt. Clara staunte nicht schlecht, mit so vielen Geschenken hatte sie nicht gerechnet.

Alle packten ihre Päckchen aus. Clara hatte das neue Puppenhaus bekommen, das sie sich gewünscht hatte.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag würde die ganze Familie zu Oma fahren , da freute sie sich schon drauf.
Dies war ein wunderschönes Fest, genau wie sich Clara von der Sternschnuppe gewünscht hatte.