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„Komm mit – Fördern statt Sitzenbleiben“ - Individuelle Förderung am GGG Drucken

Auf Beschluss der Schulkonferenz nimmt das Gymnasium Grotenbach in Gummersbach an der landesweiten Initiative „Komm mit – Fördern statt Sitzenbleiben“ teil. Ziel ist es, so Schulministerin Barbara Sommer im August 2009, „modellhafte Konzepte zu entwickeln, wie durch eine individuelle Förderung die Zahl der Sitzenbleiber deutlich reduziert werden kann“. Die Teilnahme an dieser Initiative belohnt die Landesregierung mit immerhin 0,3 Lehrerstellen. Voraussetzung für eine Teilnahme sind entsprechende Maßnahmen im Bereich der individuellen Förderung, die das GGG mit seinem Förderkonzept schon jetzt erfüllt.

Individuelle Förderung am GGG – erweitertes Konzept

Das bisherige Konzept der individuellen Förderung wies Schwächen, vor allem im organisatorischen Bereich auf. Aus diesem Grund wurden auf dem zweiten Pädagogischen Tag einschneidende Veränderungen erarbeitet. Das Resultat wurde in der Zwischenzeit allen Mitwirkungsorganen (Lehrerkollegium, Elternpflegschaft und Schülerrat) vorgestellt und von allen Beteiligten einhellig begrüßt.

Hier die wichtigsten Neuerungen:
Vorgesehen ist die Einrichtung einer fest im Stundenplan verankerten Förderstunde für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9. In dieser Stunde soll den Schülern die Möglichkeit geboten werden, anhand eines festen Förderplans, den sie zu Beginn des Schuljahres von ihren Fachlehrern erhalten, an ihren Defiziten zu arbeiten.

Zugleich soll aber – anders als bisher - auch denjenigen Schülern ein Förderangebot gemacht werden, die keine Leistungsdefizite haben. Sie sollen – im Sinne einer Begabungsförderung – in der vorgesehenen Unterrichtszeit an Projekten arbeiten, die sie sich – in Absprache mit dem betreuenden Lehrer, aber auch mit einem Fachlehrer – selbst aussuchen dürfen. Damit erhalten alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre Stärken zu zeigen und weiterzuentwickeln.

Thematisch haben sie hier große Freiheiten, ihre Projekte sollen fachübergreifend sein und die schulfachliche Bindung auch in anderer Weise überschreiten.

Dies alles bedeutet keine zeitliche Mehrbelastung für die Schülerinnen und Schüler, weil dafür andere Förder-Zusatzstunden entfallen, die bisher auf verschiedene Fächer und Jahrgangsstufen verteilt waren.

Alle Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, ihre Aktivitäten zu protokollieren und die Ergebnisse im Sinne des Portfolioprinzips zu dokumentieren. Zudem haben sie die Möglichkeit, ihre Resultate dem Fachlehrer vorzulegen, der die Leistung bei der Notenbildung in dem betreffenden Fach berücksichtigen kann. Alle Schülerinnen und Schüler bekommen darüber hinaus einen Bewertungsvermerk für ihr Engagement und ihre Leistung auf dem Zeugnis.
Weniger einschneidend sind die Veränderungen für die Jahrgangsstufen 5 und 6. Hier wird die bisherige Lösung im Fach Deutsch auf die Fächer Englisch und Mathematik erweitert. Es werden Förderkurse eingerichtet, die unterschiedliche fachliche Voraussetzungen, die die Kinder aus ihrer Grundschulzeit mitbringen, ausgleichen sollen. Diese Kurse sollen in der Zukunft nach der Mittagspause stattfinden, damit die betreffenden Schülerinnen und Schüler ausgeruht und konzentriert an die Arbeit gehen können.

M. Ludwig

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. Februar 2011 um 00:59 Uhr