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Elternabend zur Medienerziehung Drucken

Eine gemeinsame Elterninformationsveranstaltung der Gymnasien Grotenbach und Moltkestraße zum Thema „Internet, Handy & Co“

Herr Matthias Pröll, Referent des Adolf Grimme Instituts und der Landesanstalt für Medien NRW, Diplom- und Medienpädagoge holte zum Auftakt der zweistündigen Veranstaltung bei den Eltern ein Stimmungsbild ein, wie ihr eigener Umgang mit den Medien Internet und Handy aussieht.


Referent Pröll

Herr Pröll machte den Zuhörern bewusst, dass ihre Kinder heutzutage ganz selbstverständlich im „Dschungel“ der Medien aufwachsen. Dennoch darf man von der selbstverständlichen Umgangsweise mit den Medien nicht darauf schließen, dass sich die Kinder und Jugendlichen der Gefahren der einzelnen Medien bewusst sind. An dieser Stelle kommen einerseits die Eltern und anderseits die Schule ins Spiel. Eine umfassende Medienerziehung kann nur gelingen, wenn alle Erwachsenen an einem Strang ziehen und den Kindern und Jugendlichen so viel Freiheit wie möglich, und so viel Kontrolle/Hilfestellung wie nötig geben. Der Referent stellte die Möglichkeiten von modernen Handys und die Bedeutung für die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen dar. Auch beim Thema Internet wurden die Eltern in einem ersten Schritt über die Vorteile informiert (kommunizieren und Kontakte pflegen, Community-Profile, eigene Homepage, Video- und Foto-Plattformen). An diesem Punkt wurde deutlich, warum Kinder und Jugendliche vom Internet so fasziniert sind.

Nach den Vorteilen wurde der Fokus auch auf die Gefahren der neuen Medien gelenkt. Herr Pröll gab Hinweise, worauf man in Online Communities wie Schüler CC, Schüler VZ, Facebook, MySpace etc. oder in Chaträumen achten sollte (Persönlichkeitsrechte) bzw. wie sicheres Verhalten auszusehen hat (Datenschutz). Wenn Daten erst einmal im Netz sind, gibt man die Macht über die Daten ab.

Kinder und Jugendliche sehen das Internet häufig als einen privaten Raum an, auf den nur sie und ihre Freunde Zugriff haben. So werden schlimmstenfalls auch Inhalte wie Gewaltvideos oder Mobbing-Angriffe verbreitet, bei denen es sich nicht um Kavaliersdelikte sondern um Straftatbestände handelt.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Nachfragen und Diskussionen der Eltern, die mit vielen Beispielen und konkreten Erfahrungen das Thema noch realer werden ließen.

zuhoerer

Die Veranstaltung wurde von den Schulpflegschaften beider Gymnasien organisiert und fand eine sehr positive Resonanz.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. April 2011 um 19:31 Uhr